Hollywood feiert KI — eine Woche nach Soras Tod
Sora ist kaum kalt, da feiert Hollywood schon die nächste KI-Party. Beim Runway AI Summit versammelten sich die üblichen Verdächtigen — und taten so, als wäre nichts passiert.
Die Show muss weitergehen
KI sei wie Feuer. Wie der Buchdruck. Wie die Erfindung des Rades. Die Vergleiche beim Runway AI Summit klangen wie aus einem Startup-Pitch von 2023. Nur dass wir mittlerweile 2026 schreiben. Und OpenAIs Video-Tool Sora gerade erst spektakulär gescheitert ist.
Was konkret passiert ist
- Runway AI Summit** versammelt Hollywoods KI-Enthusiasten
- Eine Woche zuvor:** OpenAI beerdigt Sora — das gehypte Video-Tool lieferte nicht
- Auf der Bühne:** KI wird mit Feuer und dem Buchdruck verglichen
- Einzige Skeptikerin:** Star-Wars-Produzentin Kathleen Kennedy
Die Kennedy-Ausnahme
Ausgerechnet Kathleen Kennedy — die Frau, die Star Wars produziert — war eine der wenigen, die nicht klatschten. Während der Rest des Saals KI-Weihrauch schwenkte, blieb sie skeptisch. Die Frau hat Jahrzehnte lang VFX-Pipelines geleitet. Die weiß, was funktioniert und was Powerpoint ist.
✅ Pro
- Kennedy bringt echte Produktionserfahrung mit
- Jemand sagt endlich die Wahrheit auf einer KI-Bühne
- Soras Scheitern gibt den Skeptikern Rückenwind
❌ Con
- Eine Skeptikerin gegen einen Saal voller Gläubiger
- Hollywood hat ein finanzielles Interesse am KI-Hype
- Runway verkauft die Tools — natürlich hypen die
Was das bedeutet
Hollywood braucht KI als Narrativ. Nicht weil die Tools funktionieren, sondern weil Investoren es hören wollen. Dass man eine Woche nach dem größten KI-Video-Flop so tut, als sei alles auf Kurs, zeigt: Hier geht es nicht um Technologie. Hier geht es um Geld.