KPMG-Report blamiert sich mit Fake-Quellen
Der Big-Four-Riese KPMG schwärmt in einem Bericht von Agentic AI. Dumm nur: Der Report selbst halluziniert wie ein billiger Chatbot.
Was konkret passiert ist
Im Oktober 2025 veröffentlichte KPMG "Total Experience: Redefining Excellence in the Age of Agentic AI". Die Forschungsfirma GPTZero hat die Quellen forensisch geprüft. Das Ergebnis ist eine Bauchlandung mit Anlauf.
Die Zahlen des Desasters
- 45** — Zitate im Report
- 5** — davon stimmen tatsächlich
- 40** — sind verstümmelt, irreführend oder frei erfunden
- 11%** — Trefferquote bei den Quellen
✅ Pro
- KPMG demonstriert eindrucksvoll, was Agentic AI kann
❌ Con
- Leider nicht so, wie KPMG das geplant hatte
- Beratungsfirma verkauft AI-Strategie an Konzerne
- Der eigene AI-Output hält keiner Prüfung stand
- Verstoß gegen jeden Standard wissenschaftlichen Arbeitens
💡 Was das bedeutet
Wenn eine der größten Beratungsfirmen der Welt einen AI-Hype-Report veröffentlicht, der von eben dieser AI durchhalluziniert wurde, ist das kein Betriebsunfall. Es ist das Geschäftsmodell. Konzerne zahlen Millionen für PowerPoints, die niemand mehr gegenliest — weder Mensch noch Maschine.
Die bittere Pointe
KPMG verkauft seinen Kunden Agentic-AI-Beratung für sechsstellige Tagessätze. Der Werbeflyer dafür ist selbst der beste Beweis, warum man genau das nicht ungeprüft einsetzen sollte.