AR-Porno-App verspricht „Arousal Intelligence" — und liefert nichts
Ein Startup namens „Enjoy Me Now" hat eine Augmented-Reality-App für Erwachsenenunterhaltung gebaut. 404 Media hat sie getestet. Das Ergebnis: mehr PR als Produkt.
Was das Ding angeblich kann
Die App projiziert animierte, interaktive Pornodarstellerinnen per AR in dein Wohnzimmer. Der Clou laut Hersteller: Eine sogenannte „Arousal Intelligence" soll erkennen, was den Nutzer anmacht, und die Darstellung in Echtzeit anpassen. Klingt nach Science-Fiction. Ist es auch.
Wie es wirklich aussieht
Der Test von 404 Media zeigt das übliche Bild bei überhypten Indie-Projekten. Die „KI" ist kaum zu finden. Die AR-Figuren wirken wie billige 3D-Modelle aus einem Unity-Tutorial.
✅ Pro
- AR-Ansatz ist zumindest technisch ein interessanter Versuch
- Jemand hat sich getraut, das Ding öffentlich zu pitchen
❌ Con
- „Arousal Intelligence" ist ein Marketing-Wort, keine echte Technologie
- Visuelle Qualität unterirdisch
- Kein erkennbarer KI-Kern hinter dem Produkt
- Klassischer Fall von Buzzword-Bingo statt Substanz
Die PR-Masche dahinter
Das Startup hat Journalisten kalt angeschrieben — die klassische „Pray and Spray"-Methode. Massenmails an jeden Redakteur, der irgendwann mal über Tech geschrieben hat. Die Hoffnung: Irgendwer beißt an. Schlechte Presse ist auch Presse. 404 Media hat angebissen — aber zum Sezieren, nicht zum Loben.
💡 Was das bedeutet
AR-Pornografie ist kein neues Konzept, aber echte Fortschritte brauchen mehr als ein Buzzword und eine Unity-App. Wer „Intelligence" in den Produktnamen packt, ohne liefern zu können, schadet am Ende der gesamten Branche. Entwickler mit echten AR-Innovationen werden in denselben Topf geworfen.