Japan schießt Solarstrom aus dem All zur Erde
JAXA, Japans Raumfahrtbehörde, will als erstes Land der Welt Solarenergie aus dem Orbit kabellos auf die Erde übertragen. Klingt nach Science-Fiction — ist aber ein konkretes Experiment mit Zeitplan.
Wie das funktionieren soll
Riesige Solarpanels im geostationären Orbit fangen Sonnenlicht ein — 24 Stunden am Tag, ohne Wolken, ohne Nacht. Die Energie wird per Mikrowellen zur Erde gestrahlt und dort von Empfangsantennen in Strom umgewandelt.
Timeline
- 2025:** Bodengebundene Tests der Mikrowellen-Übertragung
- 2028:** Geplanter erster Orbital-Test mit kleinem Demonstrator
- 2035+:** Kommerzieller Betrieb als Fernziel
Was das bedeutet
Solarpanels im All liefern theoretisch 10× mehr Energie als auf der Erde — kein Wetter, kein Tag-Nacht-Zyklus. Wenn Japan die Übertragung hinbekommt, wäre das eine völlig neue Energiequelle. Das Problem: Die Kosten für den Transport ins All sind brutal, und die Effizienz der Mikrowellen-Übertragung über 36.000 Kilometer ist noch nicht bewiesen.
✅ Pro
- Sonne scheint im All rund um die Uhr
- Keine CO₂-Emissionen im Betrieb
- Japan hätte Energieunabhängigkeit vom Festland
❌ Con
- Astronomische Kosten für Aufbau im Orbit
- Mikrowellen-Effizienz über solche Distanz unklar
- Jahrzehnte bis zur kommerziellen Nutzung