Japans Rechenzentrum schwimmt ab 2027
Mitsui OSK Lines (MOL) und Hitachi bauen ein Rechenzentrum auf einem gebrauchten Frachtschiff. Gekühlt wird mit Meerwasser, Betriebsstart ist 2027 oder später.
Wie das funktioniert
Ein ausgemustertes Schiff wird zum schwimmenden Serverraum umgebaut. Statt teurer Klimaanlagen pumpt das System Meerwasser durch die Kühlung. Das spart Energie — und Platz an Land.
✅ Pro
- Meerwasserkühlung ist extrem effizient
- Kein teures Grundstück nötig
- Gebrauchte Schiffe gibt es massenhaft
❌ Con
- Salzwasser und Elektronik sind keine Freunde
- Stromversorgung auf See ist komplex
- Latenz zu Endnutzern potenziell höher
Was das bedeutet
Japan hat wenig Platz und viel Küste. Schwimmende Rechenzentren könnten dort ein echtes Infrastruktur-Problem lösen. Ob das Konzept skaliert, hängt an Wartungskosten und Zuverlässigkeit auf hoher See.
Zahlenbox
- 2027** — frühester Betriebsstart
- 2 Partner** — MOL (Schifffahrt) + Hitachi (IT)
- 1 Schiff** — gebraucht, umgerüstet
- 0 KI-Bezug** — reines Infrastruktur-Projekt (bisher)
Die Idee ist nicht neu. Microsoft hat mit Project Natick bereits Unterwasser-Rechenzentren getestet — und das Experiment 2020 wieder eingestampft. MOL setzt auf die Wasseroberfläche statt den Meeresgrund. Einfacher zu warten, einfacher zu erreichen.