JSONata in 7 Stunden mit KI neu geschrieben
Ein Team hat die JSON-Abfragesprache JSONata komplett von JavaScript nach Go portiert. Nicht in Wochen. In einem Tag. Kostenpunkt: 400 Dollar an API-Tokens.
Was konkret passiert ist
Die Entwickler brauchten eine Go-Version von JSONata — einer Abfragesprache für JSON-Daten, ähnlich wie jq und fest verankert im Node-RED-Ökosystem. Statt monatelang manuell zu portieren, ließen sie eine KI den Code schreiben. Der Trick: JSONata hat eine bestehende Test-Suite. Die KI schrieb Code, die Tests sagten ob er funktioniert. Rinse and repeat.
Zahlenbox
- 7 Stunden** — von Null auf funktionierende Go-Implementierung
- $400** — Gesamtkosten für API-Tokens
- $500.000/Jahr** — angebliche Ersparnis (laut Titel)
Das Prinzip dahinter: Vibe Porting
Simon Willison nennt es "Vibe Porting" — und es wird zum Muster. Die Idee: Du nimmst eine Codebase in Sprache A, eine existierende Test-Suite, und lässt die KI alles in Sprache B neu schreiben. Die Tests sind dein Sicherheitsnetz.
✅ Pro
- Bestehende Tests machen das Ergebnis überprüfbar
- Geschwindigkeit ist absurd — Tage statt Monate
- Token-Kosten lächerlich gering im Vergleich zu Entwicklergehältern
❌ Con
- Funktioniert nur mit guter Test-Abdeckung
- Die "$500K Ersparnis" ist Marketing-Mathe vom Feinsten
- Edge Cases, die keine Tests abdecken, bleiben unsichtbar
💡 Was das bedeutet
Vibe Porting ist kein Spielzeug mehr. Wer eine gut getestete Codebase hat und sie in eine andere Sprache braucht, kann das jetzt an einem Nachmittag erledigen. Das verschiebt die Kosten-Nutzen-Rechnung für Migrations-Projekte massiv — vorausgesetzt, die Test-Suite taugt was.