JSONata in Go portiert: 7 Stunden, 400 Dollar
Ein Team hat die JSON-Abfragesprache JSONata komplett nach Go übersetzt — nicht von Hand, sondern per KI. Kostenpunkt: 400 Dollar an Token-Gebühren und ein Arbeitstag.
Wie das funktioniert hat
Die Methode heißt "Vibe-Porting": Man nimmt eine bestehende Codebasis, füttert sie einem LLM und lässt es den Code in eine andere Programmiersprache übersetzen. Der Trick dabei: JSONata hatte bereits eine umfangreiche Test-Suite. Die KI konnte also nach jedem Schritt prüfen, ob der neue Go-Code noch korrekt arbeitet.
Zahlenbox
- 7 Stunden** — vom Start bis zur ersten funktionierenden Go-Version
- $400** — Gesamtkosten für API-Tokens
- $500K/Jahr** — angebliche Ersparnis laut Originaltitel
✅ Pro
- Bestehende Tests machen die Portierung prüfbar
- Go ist schneller und billiger zu betreiben als Node.js
- Unter 500 Dollar für eine komplette Sprachportierung
❌ Con
- Funktioniert nur mit gut getesteten Projekten
- Langzeit-Wartbarkeit von KI-generiertem Code ist unklar
- Die 500K-Ersparnis ist Marketing, keine Buchhaltung
Was das bedeutet
Vibe-Porting wird zum echten Muster. Wer eine solide Test-Suite hat, kann seine Software für Kleingeld in eine andere Sprache übersetzen lassen. Das senkt die Hürde für Technologiewechsel massiv — aber nur, wenn die Tests stimmen. Ohne Tests ist die Methode wertlos.
Der Elefant im Raum
Die Headline "Saved $500K/Year" ist klassisches Tech-Blog-Clickbait. Simon Willison selbst nennt das Framing "hyperbolic". Die eigentliche Story ist nüchterner: KI kann Code portieren, wenn Tests existieren. Nicht mehr, nicht weniger.