Open-Source-Rechner killt Texas Instruments für unter 20€
Ein Bastler hat einen vollwertigen Grafikrechner aus einem ESP32 gebaut. Kostenpunkt: ein Bruchteil dessen, was Casio und Texas Instruments verlangen.
Das Projekt
NumOS heißt das Ding. Entwickler [El-EnderJ] hat ein komplettes Taschenrechner-Betriebssystem geschrieben, das auf dem ESP32-S3 mit einem ILI9341-Display läuft. Das Ziel: dem Casio fx-991EX das Wasser abkochen — mit Open-Source-Hardware.
Zahlenbox
- >100$** — kostet ein Casio fx-991EX oder TI-84 im Handel
- ~15–20$** — kosten ESP32-S3 + Display zusammen
- 0$** — kostet die NumOS-Software
Warum Grafikrechner so absurd teuer sind
Grafikrechner sind ein Markt-Zombie. Die Hardware drin ist Technik von vorgestern, aber Schulen und Unis schreiben genau diese Geräte vor. Texas Instruments und Casio haben keinen Grund, die Preise zu senken — gefangene Kundschaft zahlt jeden Preis.
✅ Pro
- Komplett Open Source — jeder kann mitentwickeln
- Hardware kostet fast nichts
- ESP32 bringt WLAN und Bluetooth mit — Möglichkeiten, die kein TI-84 hat
❌ Con
- Kein fertiges Gehäuse — du musst selbst basteln
- Wird in keiner Klausur zugelassen
- Noch ein Hobbyprojekt, kein poliertes Produkt
💡 Was das bedeutet
Für Maker und Bastler ist NumOS ein Befreiungsschlag gegen überteuerte Schulrechner. Für den Unterricht ändert sich erstmal nichts — solange Prüfungsordnungen Markengeräte vorschreiben, bleibt das Monopol bestehen. Aber es zeigt: Die Technik für einen 15-Euro-Grafikrechner existiert längst.