Musks Problem vor Gericht: Keiner mag ihn
Die Jury-Auswahl im Prozess Musk gegen Altman hat begonnen. Und sie läuft für Elon Musk — sagen wir — suboptimal.
Was passiert ist
Am Montag startete der Gerichtsprozess in Kalifornien. Musk verklagt Altman und OpenAI wegen angeblich gebrochener Versprechen. Bevor es um Inhalte geht, muss eine Jury zusammengestellt werden.
Genau da wird es für Musk unangenehm.
Was die Jury-Kandidaten sagen
The Verge-Reporterin Elizabeth Lopatto war vor Ort und sammelte Aussagen aus den Fragebögen der potenziellen Geschworenen:
Elon Musk is a greedy, racist, homophobic piece of garbage.— Anonymer Jury-Kandidat
Elon Musk is a world-class jerk.— Anonymer Jury-Kandidat
Wer so in eine Verhandlung startet, hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Nicht inhaltlich — sondern menschlich.
Was das bedeutet
Musks Anwälte müssen jetzt eine Jury finden, die ihren Mandanten nicht aktiv verachtet. In Kalifornien. Im Jahr 2026. Viel Glück damit. Der Prozess dreht sich um die Frage, ob OpenAI seine gemeinnützige Mission verraten hat — aber wenn die Geschworenen schon beim Namen Musk die Augen verdrehen, wird das Rechtliche zur Nebensache.
Pro Musk
- Hat OpenAI mitgegründet und früh finanziert
- Klagt auf Basis konkreter Vereinbarungen
- Thema Non-Profit-Versprechen hat Substanz
Con Musk
- Öffentliche Wahrnehmung ist toxisch
- Jury-Pool in Kalifornien denkbar ungünstig
- Eigene KI-Firma xAI macht Klage unglaubwürdig
Zwei Egos, ein Gerichtssaal
Musk gegen Altman — das ist kein normaler Prozess. Das sind die zwei lautesten Stimmen der KI-Branche, die sich öffentlich zerfleischen. Musk will beweisen, dass Altman OpenAI von einer Non-Profit-Mission in eine Geldmaschine verwandelt hat. Altman will beweisen, dass Musk ein schlechter Verlierer ist. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen, aber die Jury hat offenbar schon eine Tendenz.