OpenAI fordert Roboter-Steuer und 4-Tage-Woche
Sam Altmans Laden hat ein Wirtschaftspapier veröffentlicht. OpenAI will Steuern auf KI-Gewinne, staatliche Vermögensfonds und ein neues Sozialnetz — klingt fast wie Sozialdemokratie aus dem Silicon Valley.
Was OpenAI konkret vorschlägt
- Roboter-Steuer:** Unternehmen, die Jobs durch KI ersetzen, sollen extra zahlen
- Public Wealth Funds:** Staatliche Fonds, gespeist aus KI-Profiten, die an alle Bürger ausschütten
- 4-Tage-Woche:** Weniger Arbeit, weil KI den Rest erledigt
- Expanded Safety Nets:** Breitere soziale Absicherung für alle, die durch KI ihren Job verlieren
Die Ironie in Zahlen
- $340 Mrd.** — OpenAIs aktuelle Bewertung
- $11,6 Mrd.** — Umsatz 2025
- 0 $** — Steuern, die OpenAI bisher freiwillig extra gezahlt hat
- 4 Tage** — die Arbeitswoche, die OpenAI fordert, während die eigenen Leute 80-Stunden-Wochen schieben
Was das bedeutet
OpenAI positioniert sich als der nette Monopolist. Während Washington noch debattiert, ob KI überhaupt reguliert werden soll, legt Altman schon mal den Rahmen fest — natürlich einen, der OpenAI als verantwortungsvollen Akteur dastehen lässt. Das ist kein Altruismus. Das ist Lobbying mit Sozial-Anstrich. Wer die Regeln vorschlägt, schreibt sie am Ende auch.
Wir glauben, dass KI-Unternehmen zur Umverteilung beitragen sollten.— OpenAI, Policy Paper
📅 Timeline
- 2020:** Altman propagiert Universal Basic Income
- 2023:** OpenAI wird zur Profitmaschine, UBI-Rhetorik wird leiser
- 2025:** OpenAI wandelt sich in eine For-Profit-Firma um
- 2026:** Plötzlich wieder Umverteilungs-Rhetorik — jetzt wo Regulierung droht
Warum gerade jetzt?
Weltweit diskutieren Regierungen über KI-Regulierung. Die EU hat den AI Act, die USA debattieren schärfere Gesetze. OpenAI macht den klassischen Big-Tech-Move: Lieber selbst moderate Vorschläge machen, bevor jemand anders härtere durchsetzt. Das Papier mischt Kapitalismus mit Umverteilung — gerade genug Soziales, um progressiv zu wirken, gerade genug Markt, um das eigene Geschäftsmodell nicht zu gefährden.