Palantir-Chef kämpft um 330-Millionen-NHS-Deal
Großbritannien will raus aus dem Vertrag. Palantir will bleiben. Jetzt wird es schmutzig.
Die Lage
UK-Minister prüfen eine Ausstiegsklausel im £330-Millionen-Vertrag mit Palantir. Das US-Unternehmen soll die sogenannte Federated Data Platform (FDP) für den National Health Service liefern — ein zentrales Datensystem für Großbritanniens Gesundheitswesen. Doch der politische Widerstand wächst.
Was Palantir sagt
Ideologisch motivierte Kampagnengruppen sollten nicht die Gesundheitsversorgung diktieren.— Louis Mosley, UK-Chef Palantir
Mosley geht in die Offensive. Statt Demut zeigt der Palantir-Mann mit dem Finger auf Kritiker. Die Regierung solle sich nicht von Aktivisten treiben lassen.
Zahlenbox
- £330 Mio.** — Volumen des NHS-Vertrags
- 1 Ausstiegsklausel** — wird gerade von Ministern geprüft
- 67 Mio. Briten** — deren Gesundheitsdaten auf dem Spiel stehen
Warum die Briten nervös sind
Palantir ist kein normales Tech-Unternehmen. Gegründet mit CIA-Geld, groß geworden mit Überwachungssoftware für Geheimdienste und Militär. Dass ausgerechnet diese Firma die Gesundheitsdaten einer ganzen Nation verwalten soll, schmeckt vielen nicht.
💡 Was das bedeutet
Die Briten führen gerade die Debatte, die Deutschland noch vor sich hat: Wer darf kritische Infrastruktur-Daten verwalten? Ein US-Unternehmen mit Geheimdienst-DNA und einem CEO, der Kritiker als Ideologen abtut, ist dabei nicht gerade vertrauensbildend.