Stuttgarter Robotik-Firma holt 93 Millionen
Sereact baut KI-gesteuerte Roboter für Lagerhäuser und Fabriken. Jetzt hat das Stuttgarter Startup eine fette Series B über 93 Millionen Euro eingesammelt — und will damit die USA erobern.
Zahlenbox
- €93 Mio.** — Series-B-Runde ($110 Mio.)
- Lead-Investor:** Headline
- Weitere:** Bullhound Capital, Daphni, Felix Capital
- Bestands-Investoren:** Air Street Capital, Creandum, Point Nine
- US-Standort:** Boston, ab Sommer 2026
Was Sereact eigentlich macht
Das Produkt heißt „Cortex 2" — eine Physical-AI-Plattform, die Roboter in Lagern und Produktionslinien steuert. Kunden sind unter anderem BMW und PepsiCo. Keine Spielerei aus dem Lab, sondern Roboter, die heute schon Pakete sortieren.
Der US-Plan
Mit dem Geld geht Sereact nach Boston. Neues Büro, lokale Hires, volle Skalierung auf den amerikanischen Markt. Europa als Sprungbrett, USA als Ziel — das kennt man.
✅ Pro
- Echte Industriekunden (BMW, PepsiCo) — nicht nur Pilotprojekte
- €93 Mio. ist eine seriöse Runde für europäische Robotik
- Physical AI ist einer der wenigen KI-Bereiche mit direktem ROI
❌ Con
- Keine technischen Details zu Cortex 2 in der Ankündigung
- US-Markt für Warehouse-Robotik ist brutal umkämpft (Amazon, Covariant, Berkshire Grey)
- „Skalieren" heißt erstmal: Geld verbrennen
💡 Was das bedeutet
Deutsche KI-Robotik bekommt selten dreistellige Millionenrunden. Dass Sereact das schafft, zeigt: Physical AI ist für Investoren gerade heißer als der nächste Chatbot. Aber Boston ist kein Heimspiel — dort wartet die volle amerikanische Konkurrenz.