EU zwingt Google zum Daten-Teilen
Brüssel zieht die Daumenschrauben an. Die EU-Kommission will, dass Google seinen Such-Index für KI-Konkurrenten öffnet — ChatGPT, Perplexity und Co. sollen Zugriff auf das Herzstück von Googles Macht bekommen.
Was konkret passiert ist
Die EU hat einen Vorschlag vorgelegt, der Google verpflichten würde, zentrale Suchdaten mit Rivalen zu teilen. Betroffen sind klassische Suchmaschinen — und ausdrücklich auch KI-Chatbots. Hintergrund ist der Digital Markets Act, mit dem Brüssel die US-Tech-Giganten an die Kette legen will.
- Wer profitiert:** KI-Chatbots wie ChatGPT, Perplexity, Claude
- Was geteilt wird:** Such-Index-Daten von Google
- Rechtsgrundlage:** Digital Markets Act (DMA)
- Status:** Vorschlag der EU-Kommission
💡 Was das bedeutet
Googles Such-Monopol war jahrelang die Cash-Cow. Genau diese Daten brauchen KI-Konkurrenten, um mit Gemini mithalten zu können. Wenn der Vorschlag durchkommt, verliert Google seinen größten Wettbewerbsvorteil im KI-Rennen — und Perplexity & Co. bekommen plötzlich Zugriff auf zwei Jahrzehnte gesammeltes Web-Wissen.
✅ Pro
- Fairer Wettbewerb im KI-Suche-Markt
- Weniger Lock-in für europäische User
- Kleinere Player bekommen eine echte Chance
❌ Con
- Google wird mit Klagen reagieren
- Umsetzung dauert Jahre
- Datenschutz-Fragen ungeklärt