Google gibt dem Pentagon seine KI frei
Einen Tag nach dem Mitarbeiter-Protest unterschreibt Google einen geheimen Deal mit dem US-Verteidigungsministerium. Das Pentagon darf Googles KI-Modelle jetzt für "jeden legalen Regierungszweck" nutzen.
Was konkret passiert ist
Google hat laut The Information einen klassifizierten Vertrag mit dem Pentagon abgeschlossen. Der erlaubt dem Militär, Googles KI-Modelle praktisch ohne Einschränkung zu nutzen — solange es "lawful" ist. Was genau das heißt, bleibt geheim.
Das Timing ist kein Zufall
📅 Timeline
- Tag 1:** Google-Mitarbeiter fordern CEO Sundar Pichai öffentlich auf, den Pentagon-Deal zu blockieren
- Tag 2:** Google unterschreibt den Deal trotzdem
- 2018:** Google zog sich nach Protesten aus dem Pentagon-Projekt "Maven" zurück
- 2026:** Google kriecht zum Militär zurück — diesmal ohne Rücksicht auf die eigene Belegschaft
Die Mitarbeiter warnten vor "inhumaner oder extrem schädlicher" Nutzung. Pichai hat sie offensichtlich ignoriert.
Google ist nicht allein
⚖️ Vergleich: Wer liefert KI ans Pentagon?
- Google:** Geheimer Deal, "any lawful government purpose"
- OpenAI:** Bereits klassifizierter Vertrag aktiv
- xAI (Musk):** Ebenfalls geheimer Militär-Deal
Drei der größten KI-Firmen der Welt arbeiten jetzt offiziell fürs US-Militär. Der Wettlauf um Pentagon-Dollars hat jede ethische Leitlinie überrollt.
💡 Was das bedeutet
"Don't be evil" ist endgültig tot. Google hat 2018 noch Project Maven gestoppt, weil die eigene Belegschaft rebellierte. Acht Jahre später unterschreibt der gleiche Konzern einen Blanko-Vertrag fürs Militär — am Tag nach dem nächsten Protest. Die Botschaft an die Mitarbeiter: Eure Meinung interessiert uns nicht mehr.