Opus 4.7 frisst 47% mehr Tokens als versprochen
Anthropic hat ein Preisproblem. Der neue Opus 4.7 kostet pro Token genauso viel wie der Vorgänger — aber pro Anfrage wird es trotzdem deutlich teurer.
Der Trick mit dem Tokenizer
Der Grund ist kein höherer Listenpreis. Opus 4.7 bringt einen neuen Tokenizer mit. Der zerlegt denselben Text in bis zu 47 Prozent mehr Tokens. Gleicher Input, mehr Tokens, höhere Rechnung.
Zahlenbox
- 47%** — mehr Tokens für denselben Text
- $15/$75** — Preis pro Million Input/Output-Tokens (unverändert)
- ~1,5×** — reale Kostensteigerung pro Anfrage
Was das bedeutet
Wer Claude Code nutzt und am Ende des Monats auf die Rechnung schaut, zahlt deutlich mehr — ohne dass sich am offiziellen Preisschild irgendetwas geändert hat. Besonders Entwickler mit langen Prompts und viel Kontext werden das spüren. Anthropic verkauft das gleiche Wasser in kleineren Flaschen.
✅ Pro
- Offizieller Token-Preis bleibt stabil
- Neuer Tokenizer könnte technisch besser segmentieren
❌ Con
- Reale Kosten steigen massiv
- Kein transparenter Hinweis von Anthropic
- Vergleich mit Vorgänger wird bewusst erschwert
Stille Preiserhöhung
Preise pro Token sind eine Währung, die der Anbieter selbst definiert. Wenn sich der Wechselkurs ändert, aber der Preis gleich bleibt, ist das eine versteckte Erhöhung. Nicht illegal, aber auch nicht ehrlich.