Zagrebs Robotaxis fahren — mit Mensch am Steuer
Europas erster kommerzieller Robotaxi-Dienst ist live. Die Rimac-Tochter Verne hat in Zagreb den Betrieb gestartet — zusammen mit dem chinesischen Autonomie-Spezialisten Pony.ai und Uber als Plattform.
Die Fakten
- Wo:** Zagreb, Kroatien
- Wer:** Verne (Tochter von Rimac), Pony.ai, Uber
- Was:** Kommerzieller Robotaxi-Dienst — laut Anbieter der erste in Europa
- Aber:** Menschliche Sicherheitsfahrer sitzen noch drin
Was das bedeutet
Während die USA und China längst fahrerlose Taxis durch ihre Städte schicken, kriegt Europa jetzt seinen ersten kommerziellen Versuch — mit Sicherheitsfahrer. Das ist kein autonomes Fahren, das ist betreutes Fahren mit PR-Abteilung. Aber immerhin: Ein europäisches Unternehmen traut sich, ein Produkt auf die Straße zu bringen statt nur Pilotprojekte zu präsentieren.
Warum Rimac?
Mate Rimac hat mit elektrischen Hypercars angefangen, Bugatti übernommen und baut jetzt Robotaxis. Der Kroate setzt auf eine interessante Strategie: Nicht selbst die autonome Software entwickeln, sondern Pony.ai's Technologie in eigene Fahrzeuge packen und über Uber's Netzwerk vertreiben. Drei Partner, jeder macht das, was er kann.
✅ Pro
- Erster kommerzieller Dienst in Europa — nicht nur Testbetrieb
- Starke Partnerkonstellation mit Pony.ai und Uber
- Echte Buchungen, echte Kunden, echte Straßen
❌ Con
- Sicherheitsfahrer an Bord — also nicht wirklich autonom
- Zagreb ist nicht Berlin, Paris oder London
- Regulatorisch noch komplett unklar, wie das skalieren soll