Anwalt blamiert sich mit Fake-KI-Zitaten
Ein Anwalt wollte Frauen verklagen, die seinen Mandanten auf Facebook vor Dates gewarnt hatten. Sein Werkzeug: halluzinierte KI-Zitate. Jetzt drohen ihm Sanktionen.
Was passiert ist
Nikko D'Ambrosio verklagte mehr als zwei Dutzend Frauen aus der Chicagoer Facebook-Gruppe "Are We Dating the Same Guy" wegen angeblicher Verleumdung. Auch Meta sollte den kritischen Post löschen. Das Gericht warf die Klage raus — mit Prejudice, also endgültig.
Doch die Anwälte gaben nicht auf. In ihren Takedown-Argumenten zitierten sie Urteile, die es nie gegeben hat. Klassischer KI-Halluzinations-Fehler.
📅 Timeline
- Anfang:** Frauen warnen sich in geschlossener Facebook-Gruppe vor schlechten Dates
- Klage:** D'Ambrosio verklagt 27+ Frauen wegen Defamation, Meta wegen Mitschuld
- Urteil:** District Court weist Klage mit Prejudice ab — nicht reparierbar
- Nachschlag:** Anwälte reichen Takedown-Argumente ein, mit erfundenen KI-Zitaten
- Folge:** Mögliche Sanktionen gegen die Anwälte
Zahlenbox
- 27+** — Frauen, die verklagt wurden
- 0** — echte Präzedenzfälle, die zitiert wurden
- 1** — gnadenlose Abweisung mit Prejudice
💡 Was das bedeutet
Anwälte, die ChatGPT ungeprüft in Schriftsätze kippen, sind kein Einzelfall mehr — sie sind eine Plage. Wer KI ohne Faktencheck einsetzt, um Frauen einzuschüchtern, bekommt jetzt zurecht den juristischen Bumerang ins Gesicht.