CCC knackt Anwaltsportal — Ausweise lagen offen
Advocado, eine Plattform zur Anwaltsvermittlung, hat sensible Mandantendaten frei ins Netz gestellt. Der Chaos Computer Club hat das Leck gefunden — und es ist übel.
Was offen lag
- Ausweiskopien** — Personalausweise, Reisepässe
- Inkassoschreiben** — mit vollen Namen und Forderungen
- Rechnungen** — persönliche Finanzdaten von Mandanten
Wer Zugang hatte, konnte sich bedienen. Keine Verschlüsselung, kein Schutz, kein Alarm.
Was das bedeutet
Anwaltsplattformen verarbeiten die intimsten Daten, die Menschen haben: Schulden, Streitigkeiten, Identitätsnachweise. Wenn eine solche Plattform ihre Datenbank nicht absichert, ist das kein kleiner Fehler — das ist grobe Fahrlässigkeit. Für Betroffene heißt das: Identitätsdiebstahl wird zum realen Risiko.
Zahlenbox
- 1** — Sicherheitslücke reichte aus
- 3+ Datentypen** — Ausweise, Rechnungen, Inkassoschreiben betroffen
- 0** — so viele Hürden musste der CCC überwinden
Kein KI-Problem, aber ein System-Problem
Hier war keine künstliche Intelligenz im Spiel. Hier hat schlicht eine Legal-Tech-Plattform ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Aber genau solche Plattformen wollen morgen mit KI eure Verträge prüfen und Rechtsberatung automatisieren. Wer heute nicht mal Grundlagen kann, dem vertraut ihr morgen eure Prozessakten an?