Firma verwandelt deine Zoom-Calls heimlich in Podcasts
Eine Firma namens WebinarTV schneidet Zoom-Meetings mit — ohne dass die Teilnehmer es wissen. Dann jagt sie die Aufnahmen durch eine KI und macht daraus öffentliche Podcasts.
Wie das funktioniert
Das Prinzip ist dreist simpel: WebinarTV klinkt sich in Zoom-Meetings ein, zeichnet alles auf und lässt eine KI daraus fertige Podcast-Episoden produzieren. Die Teilnehmer? Ahnungslos. Ihre Stimmen, ihre Aussagen, ihre Meetings — plötzlich öffentlich im Netz.
Was das bedeutet
Jeder, der regelmäßig Zoom nutzt, muss sich jetzt fragen: Hört da jemand mit? Interne Gespräche, vertrauliche Strategie-Calls, Kunden-Meetings — alles potenziell Futter für fremde Podcasts. Das ist kein theoretisches Datenschutz-Problem, das passiert gerade.
Pro (für WebinarTV)
- Automatisierte Content-Produktion ohne eigenen Aufwand
- Skaliert unbegrenzt über fremde Inhalte
Con (für alle anderen)
- Keine Einwilligung der Teilnehmer
- Verstoß gegen Datenschutzgesetze in der EU wäre glasklar
- Vertrauliche Geschäftsinhalte landen öffentlich im Netz
- Stimmen und Aussagen werden ohne Zustimmung verbreitet
Die rechtliche Lage
In Deutschland wäre das ein klarer Fall: Aufnahme ohne Einwilligung aller Beteiligten verstößt gegen die DSGVO und gegen §201 StGB — Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes. Bis zu drei Jahre Haft. In den USA? Deutlich grauer, je nach Bundesstaat.