GitHub klaut euren Code — und nennt es "Update"
Ab dem 24. April greift GitHub in die Tasten seiner Nutzer. Wer Copilot Free, Pro oder Pro+ nutzt, dessen Interaktionsdaten fließen künftig ins KI-Training — es sei denn, man widerspricht aktiv.
Der Trick heißt Opt-out
GitHub dreht den Spieß um. Statt Nutzer zu fragen, ob ihre Daten verwendet werden dürfen, werden sie einfach verwendet. Wer das nicht will, muss selbst aktiv werden. Das klassische Dark Pattern: Schweigen bedeutet Zustimmung.
Was betroffen ist
- Tarife:** Free, Pro und Pro+
- Datentyp:** Interaktionsdaten mit Copilot
- Stichtag:** 24. April 2026
- Opt-out:** manuell in den Einstellungen
💡 Was das bedeutet
Millionen Entwickler weltweit nutzen Copilot täglich. Ihre Prompts, Code-Snippets und Korrekturen werden jetzt Trainingsfutter für Microsofts nächste Modelle. Wer seine proprietäre Codebasis durch Copilot jagt, füttert damit potenziell die Konkurrenz.
✅ Pro
- GitHub argumentiert: bessere Modelle für alle
- Opt-out ist technisch möglich
❌ Con
- Keine aktive Zustimmung nötig — das ist das Gegenteil von Datenschutz
- Unklar, welche "Interaktionsdaten" genau betroffen sind
- Enterprise-Kunden sind ausgenommen — die zahlen halt mehr
Zwei-Klassen-Datenschutz
Enterprise- und Business-Nutzer sind laut Bericht nicht betroffen. Die zahlen genug, um ihre Daten zu behalten. Wer den kostenlosen oder günstigen Tarif nutzt, zahlt eben mit seinen Daten. Microsoft kennt dieses Spiel aus der Windows-Telemetrie — und hat es perfektioniert.