GM verkaufte Ihre Fahr-Daten für Millionen
General Motors hat heimlich die Daten seiner Kunden verscherbelt. Jetzt kassiert der Autoriese eine saftige Strafe.
Was konkret passiert ist
Kaliforniens Justiz klagte GM an. Der Vorwurf: Der Konzern verkaufte jahrelang Fahrzeug- und Bewegungsdaten seiner Kunden. Ohne deren ausdrückliche Einwilligung. Das verstößt gegen den California Consumer Privacy Act (CCPA).
- Dauer:** 2016 bis 2023
- Betroffene:** Fahrer von Chevrolet, Buick, GMC und Cadillac
- Geklagt hat:** Generalstaatsanwalt Rob Bonta
💡 Was das bedeutet
Jedes moderne Auto ist eine Datenkrake. Es zeichnet Fahrverhalten, Standorte und sogar Hörgewohnheiten auf. GM hat diese sensiblen Informationen an Drittanbieter wie Versicherungen weitergegeben. Dort könnten sie für Risikobewertungen und höhere Prämien genutzt worden sein.
"GM hat seine Kunden im Dunkeln gelassen."— Generalstaatsanwalt Rob Bonta
Die Strafe im Detail
Die Einigung sieht eine Zahlung von 12,75 Millionen Dollar vor. Das klingt viel, ist für GM aber nur ein kleiner Dellen im Lack.
- $12,75 Mio.** — Strafe an den Staat Kalifornien
- $439 Mrd.** — GMs Umsatz 2023
- 0,003%** — Die Strafe entspricht diesem Bruchteil des Jahresumsatzes.
Pro & Con der Einigung
#### Pro
- Klare rechtliche Konsequenz für Datenschutzverstoß.
- Stärkung des CCPA als Verbraucherschutz-Instrument.
- Öffentlicher Pranger für andere Konzerne.
#### Con
- Strafe ist für GM finanziell vernachlässigbar.
- Keine direkte Entschädigung für betroffene Fahrer.
- Keine Garantie, dass die Praxis nicht anderswo weiterläuft.