Hacker erpressen Hirngeschädigte nach Klinik-Angriff
In der BDH-Klinik Greifswald werden Schädelhirngeschädigte und Querschnittsgelähmte behandelt. Jetzt bekommen ehemalige Patienten Erpresser-Mails — mit ihren gestohlenen Daten.
Was passiert ist
In der Nacht zum 22. Februar schlugen Cyberkriminelle zu. Sie drangen in die Systeme der BDH-Klinik ein und griffen Patientendaten ab. Wochen später landeten die Erpresser-Mails in den Postfächern.
Mehrere Betroffene haben sich bereits bei den Behörden gemeldet. Die Staatsanwaltschaft Rostock ermittelt.
Die Fakten
- Ziel:** BDH-Klinik Greifswald — Reha-Klinik für Schwerstverletzte
- Zeitpunkt:** Nacht zum 22. Februar 2025
- Methode:** Cyberangriff, Datenabfluss, anschließende Erpressung per E-Mail
- Opfer:** Ehemalige Patienten mit schwersten Verletzungen und Behinderungen
💡 Was das bedeutet
Die Angreifer haben sich bewusst die Verwundbarsten ausgesucht. Menschen mit Hirnschäden und Querschnittslähmung werden mit ihren intimsten Gesundheitsdaten unter Druck gesetzt. Kliniken sind längst keine Nebenziele mehr — sie sind das Hauptziel, weil die Daten maximal sensibel und die IT-Budgets minimal sind.
Was Betroffene tun sollten
- Nicht zahlen.** Erpresser liefern keine Garantie, dass Daten gelöscht werden.
- Anzeige erstatten** bei der Polizei — die Staatsanwaltschaft Rostock ist bereits im Bild.
- Passwörter ändern**, falls in der Mail persönliche Zugangsdaten genannt werden.