Hacker kapern ChatGPT-Links für Malware
Cyberkriminelle missbrauchen die Teilen-Funktion von ChatGPT und Claude. Über harmlos aussehende Chat-Links schleusen sie Schadsoftware an Sicherheitstools vorbei.
Was konkret passiert ist
Angreifer erstellen Chats mit gefälschten Störungsmeldungen oder Installationsanleitungen. Diese teilen sie als Link — und der führt auf eine echte OpenAI- oder Anthropic-Domain. Klassische Filter schlagen nicht an.
Warum der Trick funktioniert
- Vertrauenswürdige Domain:** chatgpt.com und claude.ai stehen auf keiner Blacklist
- Kein verdächtiger Code:** Der Schadlink steckt im Chat-Text, nicht im Header
- Social Engineering:** Opfer denken, sie lesen eine echte KI-Antwort
- Umgeht E-Mail-Filter:** Links zu KI-Diensten gelten als sauber
💡 Was das bedeutet
Jedes Unternehmen, das KI-Tools erlaubt, hat ein neues Einfallstor. Security-Teams müssen geteilte Chat-Links genauso behandeln wie Dropbox- oder Google-Drive-Links: prinzipiell misstrauisch. Wer einem ChatGPT-Link blind folgt, weil "ist ja nur ChatGPT", ist das perfekte Opfer.
Die unbequeme Wahrheit
Die Teilen-Funktion war als Feature gedacht — Prompts vorzeigen, Antworten dokumentieren. Jetzt ist sie ein Malware-Verteiler mit Premium-Reputation. OpenAI und Anthropic schweigen bisher zu konkreten Gegenmaßnahmen.