KI-Firma klaut Identität — CEO muss sich erklären
The Verge knöpft sich Superhuman-Chef Shishir Mehrotra vor. Sein Unternehmen soll Menschen per KI imitiert haben — ohne deren Wissen.
Der Vorwurf: KI-Doppelgänger ohne Erlaubnis
Superhuman, die Firma hinter Grammarly, hat offenbar KI-Technologie eingesetzt, um reale Personen nachzuahmen. Kein Deepfake-Video, kein Spaß — geschäftsmäßige Impersonation durch ein Milliarden-Unternehmen.
CEO Mehrotra ist kein Nobody:
- Vorher:** Chief Product Officer bei YouTube
- Nebenbei:** Sitzt im Spotify-Verwaltungsrat
- Jetzt:** Muss erklären, warum seine KI fremde Identitäten klaut
Konfrontation statt Kuschel-Interview
The Verge hatte das Gespräch ursprünglich als lockeres KI-Branchentalk geplant. Dann kam die Impersonations-Geschichte hoch. Aus dem netten Plausch wurde ein Verhör.
Das Problem geht tiefer als ein PR-Unfall. Wenn Tech-Firmen dieser Größe KI nutzen, um Menschen zu kopieren, ist das kein Bug — das ist eine Geschäftsentscheidung.
Wo bleibt die Konsequenz?
Bisher: nirgends. Kein Rücktritt, keine Klage, keine Regulierung. Mehrotra darf im Podcast seine Sicht erklären und weitermachen wie bisher. Die Person, deren Identität geklaut wurde, hat einen Podcast-Auftritt als Trostpreis.