LinkedIn spioniert Nutzer mit geheimem Code aus
Deutsche Datenschutz-Aktivisten erheben schwere Vorwürfe gegen Microsofts Karrierenetzwerk. LinkedIn soll über versteckten Javascript-Code systematisch Nutzerdaten abgreifen — ohne dass die Anwender davon wissen.
Was passiert ist
Die Aktivisten haben im Quellcode von LinkedIn geheimen Javascript-Code entdeckt. Der soll im Hintergrund laufen und Nutzerverhalten tracken — weit über das hinaus, was in den Datenschutzbestimmungen steht. LinkedIn bestreitet die Vorwürfe.
Die Anschuldigungen
- Geheimer Javascript-Code** im Frontend von LinkedIn entdeckt
- Systematisches Tracking** von Nutzerverhalten ohne transparente Einwilligung
- Microsoft** als Mutterkonzern in der Verantwortung
- LinkedIn widerspricht** — sieht kein Fehlverhalten
💡 Was das bedeutet
LinkedIn hat über 900 Millionen Nutzer weltweit. Wenn sich die Vorwürfe bestätigen, wäre das ein massiver DSGVO-Verstoß mitten in Europa. Bisher sind es allerdings Anschuldigungen von Aktivisten — keine Klage, keine Behördenermittlung, kein Beweis vor Gericht.
✅ Pro
- Aktivisten machen wichtige Arbeit, versteckten Code öffentlich zu machen
- Druck auf Tech-Konzerne steigt
❌ Con
- Bisher keine behördliche Untersuchung bekannt
- LinkedIn bestreitet alles
- Ohne unabhängige Prüfung bleibt es Behauptung gegen Behauptung
Einordnung
Verstecktes Tracking ist in der Tech-Branche kein Einzelfall. Meta, Google, TikTok — alle wurden schon erwischt. Dass ausgerechnet ein Karrierenetzwerk, dem Menschen ihren Lebenslauf anvertrauen, heimlich mitliest, hat aber eine besondere Note.