Londons Polizei will Palantir-KI kaufen
Scotland Yard verhandelt mit Palantir über den Einsatz von KI-Technologie zur automatisierten Auswertung von Ermittlungsdaten. Ausgerechnet Palantir — die Firma, die Trumps ICE-Abschiebeprogramm und das israelische Militär beliefert.
Was konkret passiert ist
Die Metropolitan Police hat sich Palantirs Systeme von Führungskräften vorführen lassen. Ziel: Geheimdienst-ähnliche Datenanalyse für kriminelle Ermittlungen in London. Das berichtet der Guardian exklusiv.
Intern gibt es bereits Widerstand. Mitarbeiter warnen davor, hochsensible britische Polizeidaten an ein US-Unternehmen mit dieser Kundenliste zu übergeben.
Die Palantir-Kundenkartei
- ICE** — Trumps Einwanderungsbehörde nutzt Palantir für Abschiebe-Operationen
- Israelisches Militär** — aktiver Einsatz der Software im Kriegsgebiet
- NHS** — Großbritanniens Gesundheitssystem (bereits kontrovers)
- Jetzt:** Londons Polizei soll dazukommen
💡 Was das bedeutet
Die größte Polizeibehörde Europas würde ihre sensibelsten Ermittlungsdaten einem US-Unternehmen anvertrauen, das direkt an Trump-Administration und Militäroperationen angedockt ist. Jede Londoner Ermittlung — Terrorismus, organisierte Kriminalität, Alltagsdelikte — könnte durch Palantir-Server laufen. Und das in einem Land, das gerade erst den Post-Office-Skandal aufgearbeitet hat, bei dem fehlerhafte Software Hunderte Unschuldige ins Gefängnis brachte.
✅ Pro
- Schnellere Auswertung riesiger Datenmengen
- Muster erkennen, die Menschen übersehen
- Bewährt bei Geheimdiensten weltweit
❌ Con
- US-Firma mit direktem Draht zur Trump-Regierung
- Palantirs Kunden-Portfolio ist ein Menschenrechts-Albtraum
- Keine Transparenz über Algorithmen-Entscheidungen
- Britische Bürgerdaten auf US-kontrollierter Infrastruktur