Meta torrентete 80 Terabyte — und ruft den Supreme Court
Meta hat sich offenbar wie ein Raubkopierer aus den 2000ern verhalten. Nur mit Unternehmens-Budget.
Was passiert ist
Autoren verklagen Meta in einer Sammelklage. Der Vorwurf: Der Konzern hat rund 80 Terabyte urheberrechtlich geschützter Werke über Torrent-Netzwerke heruntergeladen — als Trainingsdaten für seine KI-Modelle. Nicht lizenziert. Nicht gefragt.
Zahlenbox
- 80 TB** — Menge der mutmaßlich getorrenteten Werke
- Sammelklage** — eingereicht von Autoren gegen Meta
- Contributory Infringement** — der juristische Vorwurf
Metas Verteidigungstrick
Jetzt wird es dreist. Meta beruft sich auf ein frisches Supreme-Court-Urteil. Das besagt: Internetanbieter haften nicht für Piraterie in ihren Netzen. Meta argumentiert: Wir wissen zwar, wie Torrenting funktioniert — aber das allein macht uns nicht schuldig.
Die Logik: Wenn ein ISP nicht haftet, nur weil über sein Netz raubkopiert wird, dann soll Meta auch nicht haften, nur weil es Torrenting-Technik nutzte.
Pro und Con dieser Verteidigung
✅ Pro
- Supreme-Court-Urteil ist frisch und relevant
- "Wissen wie es geht" ist tatsächlich kein Schuldnachweis
❌ Con
- Meta war kein passiver Netzbetreiber — Meta hat aktiv geseedet
- 80 TB runterziehen ist kein Versehen, sondern ein Projekt
- ISPs leiten Daten weiter, Meta hat sie verarbeitet und profitiert
💡 Was das bedeutet
Dieser Fall könnte zum Präzedenzfall werden. Wenn Meta damit durchkommt, haben KI-Firmen eine Blaupause: Trainingsdaten illegal beschaffen, sich hinterher hinter Plattform-Haftungsregeln verstecken. Für Autoren und Kreative wäre das verheerend.