Meta verklagt NSO erneut wegen WhatsApp-Spionage
Meta hat genug. Der Konzern fordert einen US-Bundesrichter auf, den israelischen Spyware-Hersteller NSO Group wegen Missachtung des Gerichts zu bestrafen. Der Vorwurf: NSO hat WhatsApp-Nutzer erneut ins Visier genommen — trotz richterlicher Unterlassungsverfügung.
Was konkret passiert ist
Meta meldete am Montag in einem Blogpost, man habe "NSO-verknüpfte Social-Engineering-Versuche" gestoppt. Nutzer wurden mit manipulierten Links auf externe Webseiten gelockt. Klassische Spyware-Masche — diesmal nach einem permanenten Gerichtsverbot.
📅 Timeline
- 2019:** Meta verklagt NSO wegen Pegasus-Attacken auf 1.400 WhatsApp-Nutzer
- 2024:** US-Gericht spricht Meta Schadensersatz zu
- 2025:** Permanente Unterlassungsverfügung gegen NSO
- 2026:** NSO soll laut Meta erneut WhatsApp-Nutzer angegriffen haben
💡 Was das bedeutet
Gerichtsurteile interessieren Spyware-Firmen offenbar wenig, solange Regierungen weltweit zahlen. Pegasus & Co. landen weiter auf Geräten von Journalisten, Aktivisten und Anwälten. Wer Messenger-Sicherheit ernst nimmt, sollte sich nicht blind auf End-to-End-Verschlüsselung verlassen — der Angriffsvektor sitzt davor.