Microsoft-Pakete klauen Passwörter über KI-Agents
Zum zweiten Mal in wenigen Wochen wurden offiziell signierte Microsoft-Pakete mit Schadcode verseucht. Der Clou: Der Credential-Stealer feuert erst, wenn Entwickler die Pakete in einem KI-Coding-Agent öffnen.
Was konkret passiert ist
73 Pakete aus dem Microsoft-Umfeld wurden kompromittiert und mit fortgeschrittenem Code zum Abgreifen von Zugangsdaten versehen. GitHubs automatische Systeme schlugen Alarm und blockierten die Pakete. Die Signaturen waren kryptografisch gültig — der Angriff lief also durch die Vordertür.
- 73** — kompromittierte Pakete
- 2.** — Vorfall dieser Art innerhalb weniger Wochen
- 100%** — der Pakete waren kryptografisch signiert
- KI-Agent** — der Trigger, der den Schadcode aktiviert
Wie der Angriff funktioniert
Der Schadcode bleibt still, solange ein Mensch die Datei liest. Erst wenn ein KI-Coding-Agent das Paket parst und ausführt, startet der Credential-Stealer. Damit zielen die Angreifer präzise auf die neue Generation von Developern, die mit Copilot, Cursor oder Claude Code arbeiten.
💡 Was das bedeutet
Wer in den letzten Tagen Microsoft-Pakete mit einem KI-Agent angefasst hat, muss vom Worst Case ausgehen: System kompromittiert, Tokens abgezogen, Zugänge brennen. Microsoft hat es bisher versäumt, klar zu kommunizieren, dass betroffene Entwickler ihre Maschinen als infiziert behandeln sollten.
✅ Pro
- GitHub-Automatik hat die Pakete erkannt und blockiert
- Forscher haben den Angriff sauber dokumentiert
❌ Con
- Microsoft schweigt über die konkrete Gefahr für KI-Nutzer
- Signaturen wurden umgangen — Vertrauenskette gebrochen
- Bereits zweiter Vorfall in kurzer Zeit