New Yorker Kliniken werfen Palantir raus
New Yorks öffentliches Krankenhaussystem beendet seinen Vertrag mit Palantir. Gleichzeitig expandiert der umstrittene Datenkonzern in Großbritannien — als wäre nichts gewesen.
Was passiert ist
Dr. Mitchell Katz, Chef des größten kommunalen Gesundheitssystems der USA, bestätigte vor dem Stadtparlament: Der Palantir-Vertrag wird nicht verlängert. Aktivisten hatten monatelang Druck gemacht. Ihre Sorge: sensible Patientendaten in den Händen eines Unternehmens, das seine Karriere mit Überwachungstechnologie für Geheimdienste und Militär begann.
Und in Großbritannien?
Dort läuft es für Palantir prächtig — zumindest geschäftlich. Die Firma baut ihre Deals mit dem NHS und der britischen Regierung weiter aus. Trotz wachsender Kritik. Trotz offener Fragen zum Datenschutz.
💡 Was das bedeutet
Palantir spielt ein riskantes Doppelspiel. In den USA verliert der Konzern einen prestigeträchtigen Gesundheitsvertrag, weil Bürger und Aktivisten laut genug waren. In Großbritannien fehlt dieser Widerstand offenbar noch. Das NHS vertraut seine Patientendaten einem Unternehmen an, das in New York gerade für genau das abgestraft wurde.
Pro (für die Kritiker)
- Demokratischer Druck hat funktioniert — NYC zieht Konsequenzen
- Signal an andere Städte und Länder: Palantir-Deals sind angreifbar
- Patientendaten gehören nicht in die Hände von Überwachungsfirmen
Con (für das NHS)
- Großbritannien ignoriert das New Yorker Signal
- Keine öffentliche Debatte über Palantirs NHS-Zugriff
- Vertragstransparenz bleibt mangelhaft
Die Palantir-Methode
- Schritt 1:** Günstig in öffentliche Systeme reinkommen
- Schritt 2:** Sich unverzichtbar machen
- Schritt 3:** Hoffen, dass niemand zu genau hinschaut
In New York hat Schritt 3 nicht funktioniert. In London läuft er noch.