Perplexity verkauft deinen Inkognito-Modus an Google
Perplexity verspricht privates Suchen — und schickt deine Chats komplett an Google und Meta. Eine Klage deckt jetzt auf: Der "Inkognito-Modus" der KI-Suchmaschine ist eine Mogelpackung.
Was konkret passiert ist
Nutzer vertrauen Perplexity sensible Fragen an. Gesundheit, Finanzen, persönliche Probleme — alles, was man eben in eine Suchmaschine tippt, wenn man denkt, niemand schaut zu. Laut Klage wurden komplette Chat-Verläufe an Google und Meta weitergeleitet. Ohne Wissen der Nutzer. Ohne Einwilligung.
Das Ausmaß
- Betroffen:** Alle Nutzer — egal ob mit oder ohne Account
- Weitergegeben:** Komplette Chat-Sessions, nicht nur Suchbegriffe
- Empfänger:** Google und Meta
- Nachweis:** Per Developer Tools im Browser nachvollziehbar
- Modus:** Auch der sogenannte "Inkognito-Modus" schützte nicht
So wurde es entdeckt
Die Kläger nutzten simpelste Browser-Entwicklertools. Kein Hack, kein Reverse Engineering — ein Blick in den Netzwerk-Tab reichte. Dort war schwarz auf weiß zu sehen: Jede Anfrage ging raus. An Google. An Meta. In Echtzeit.
💡 Was das bedeutet
Perplexity positioniert sich als datenschutzfreundliche Alternative zu Google. Das ist die komplette Markenidentität. Wenn selbst der Inkognito-Modus Daten weiterreicht, ist das nicht nur ein Bug — das ist ein Vertrauensbruch auf Firmenlevel. Für europäische Nutzer dürfte das DSGVO-technisch besonders brisant werden.
Pro Perplexity (theoretisch)
- Gute KI-Suchergebnisse
- Quellenangaben bei Antworten
Contra Perplexity (faktisch)
- Inkognito-Modus ist wertlos
- Komplette Chats an Dritte weitergegeben
- Kein Hinweis an Nutzer
- Betrifft auch nicht-registrierte User