🚨 KI-CRIME
Polizei kauft heimlich Handy-Daten aus Werbe-Industrie
Mindestens zwei Bundesländer haben sich bei kommerziellen Databrokern bedient — und Handys metergenau geortet. Ohne Richter. Ohne Rechtsgrundlage. Netzpolitik.org und BR haben den ...
Mindestens zwei Bundesländer haben sich bei kommerziellen Databrokern bedient — und Handys metergenau geortet. Ohne Richter. Ohne Rechtsgrundlage. Netzpolitik.org und BR haben den Skandal aufgedeckt.
Was konkret passiert ist
Die Polizei zieht Standortdaten aus dem Werbe-Ökosystem. Diese Daten stammen eigentlich aus Apps auf eurem Handy. Werbe-Firmen kaufen sie, bündeln sie — und verticken sie weiter.
- Quelle:** Werbe-SDKs in Millionen Apps
- Genauigkeit:** metergenaue Ortung möglich
- Beteiligte Bundesländer:** mindestens zwei (Namen folgen)
- Rechtslage:** Fachleute halten den Einkauf für illegal
- Status:** Datenschutzbehörde ermittelt bereits
💡 Was das bedeutet
Der Richtervorbehalt ist die letzte Bremse zwischen Bürger und Überwachungsstaat. Wer ihn mit einer Kreditkarte umgeht, baut den Rechtsstaat zu einem Abo-Modell um. Heute Handy-Standorte, morgen Bewegungsprofile, übermorgen Predictive Policing — alles eingekauft, alles ohne Kontrolle.
Pro (aus Sicht der Behörden)
- Schnell verfügbar, kein Antrag nötig
- Keine Telekom-Kooperation erforderlich
- Daten sind „öffentlich" am Markt
Contra (aus Sicht des Gesetzes)
- Kein richterlicher Beschluss
- Keine gesetzliche Grundlage erkennbar
- Verstoß gegen DSGVO und Strafprozessordnung
- Untergräbt das Fernmeldegeheimnis
🤖 NERDMAN-URTEIL
Wenn der Staat sich Überwachungsdaten beim gleichen Schwarzmarkt holt wie zwielichtige Adtech-Firmen, ist nicht die Technik kaputt — sondern der Rechtsstaat.
Quelle: Netzpolitik.org
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