Chinesen klonen sich selbst per Github
Ein Github-Projekt geht viral — und trifft einen Nerv. Chinesische Tech-Worker können sich damit als KI-Klon generieren lassen. Meetings besuchen, Mails beantworten, Slack-Nachrichten schreiben. Alles automatisch. Alles ohne dich.
Satire, die wehtut
Das Projekt ist als Witz gemeint. Aber in China lacht niemand. Die Tech-Branche dort lebt die 996-Kultur: 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends, 6 Tage die Woche. Wenn ein Satire-Tool viral geht, das verspricht, deinen Job für dich zu erledigen — dann sagt das mehr über die Arbeitsbedingungen als über die Technik.
Wie der Klon funktioniert
- Input:** Slack-Verlauf, E-Mails, Meeting-Protokolle des echten Mitarbeiters
- Output:** Ein KI-Agent, der im Stil des Originals kommuniziert
- Ziel:** Anwesenheit simulieren, ohne anwesend zu sein
✅ Pro
- Legt den Finger in die Wunde der Überarbeitung
- Zeigt, wie austauschbar viele Bürojobs wirklich sind
- Satirischer Ansatz macht das Thema zugänglich
❌ Con
- Kein echtes Produkt, reine Satire
- Löst bei Managern exakt die falschen Ideen aus
- Die eigentliche Frage bleibt unbeantwortet: Warum arbeiten Menschen 72 Stunden pro Woche?
Die beste Reaktion
Eine KI-Produktmanagerin drehte den Spieß um. Statt sich klonen zu lassen, baute sie einen Gegen-Agenten — einen KI-Manager, der automatisch sinnlose Meetings absagt und überflüssige Status-Updates filtert. Wenn schon Automatisierung, dann bitte von oben nach unten.
💡 Was das bedeutet
Das Projekt ist harmlos. Die Reaktion darauf nicht. Wenn Hunderttausende Tech-Worker ein Satire-Tool feiern, das ihre Existenz im Büro simuliert, ist das kein Witz über KI. Das ist ein Hilferuf einer erschöpften Branche.