KI will Milton verfilmen – und scheitert grandios
Pulp-Fiction-Autor Roger Avary will das Epos "Paradise Lost" mit KI-Kraft verfilmen. Experten sagen: Das kann nur in die Hose gehen.
Was geplant ist
Roger Avary, Co-Autor von "Pulp Fiction", hat ein neues Projekt. Er will John Miltons monumentales Gedicht "Paradise Lost" verfilmen. Sein Werkzeug: Künstliche Intelligenz. Die KI soll beim Schreiben, beim Design der Welten und bei der Visualisierung helfen.
Das kann nur schlecht werden.— The Guardian
Warum das problematisch ist
"Paradise Lost" ist kein simpler Actionfilm. Es geht um den Sündenfall, um Gott, Satan und die menschliche Natur. Das Werk lebt von sprachlicher Komplexität und theologischer Tiefe. Eine KI, die auf Daten trainiert ist, kann diese Nuancen nicht erfassen.
Pro/Con zum KI-Film
✅ Pro
- Könnte visuell beeindruckende Höllen- und Paradies-Szenen generieren
- Potenziell schneller und kostengünstiger als traditionelle Effekte
❌ Con
- KI versteht keine moralische Ambivalenz oder poetische Subtilität
- Risiko eines seelenlosen, generischen Endprodukts
- Entwürdigt ein literarisches Meisterwerk zur algorithmischen Clipshow
Was das bedeutet
Es ist ein weiterer Versuch, mit KI-Hype klassische Kunstprobleme zu umschiffen. Anstatt einen fähigen Regisseur und Drehbuchautor zu bezahlen, setzt man auf den vermeintlichen Zauberkasten KI. Das Ergebnis wird oberflächlich sein. Es fehlt die menschliche Interpretation, die ein solches Werk erst filmreif macht.