OpenAI schießt gegen Microsoft — Amazon soll's richten
OpenAI-Umsatzchefin Denise Dresser hat ein internes Memo verschickt. Die Botschaft: Die Microsoft-Partnerschaft hat uns gebremst. Amazon bringt uns jetzt zu den Enterprise-Kunden.
Das steckt im Memo
Dresser nennt die Nachfrage über Amazon Web Services "staggering" — also überwältigend. AWS soll der neue Wachstumsmotor für OpenAIs Enterprise-Geschäft werden. Die Partnerschaft mit Microsoft? Hat die KI-Ära zwar gestartet, aber offenbar auch Fesseln angelegt.
Die Amazon-Partnerschaft ist ein zentraler Wachstumstreiber für unser Enterprise-Geschäft.— Denise Dresser, Chief Revenue Officer, OpenAI (internes Memo)
📅 Timeline
- 2023:** Microsoft pumpt Milliarden in OpenAI, exklusiver Cloud-Deal über Azure
- 2025:** OpenAI beginnt, die Microsoft-Exklusivität aufzuweichen
- 2026:** AWS-Partnerschaft wird intern als wichtigster Enterprise-Kanal gefeiert
Warum OpenAI fremdgeht
Microsoft war der erste große Geldgeber. Aber Azure ist nicht AWS. Amazon dominiert den Cloud-Markt mit rund 31% Marktanteil. Wer Enterprise-Kunden will, muss dahin gehen, wo die Enterprise-Kunden schon sind.
💡 Was das bedeutet
OpenAI positioniert sich als Multi-Cloud-Anbieter — und stuft Microsoft vom exklusiven Partner zum Ex herab. Für Unternehmen, die auf AWS setzen, wird der Zugang zu OpenAI-Modellen deutlich einfacher. Für Microsoft ist das ein Schlag ins Gesicht, bezahlt mit eigenem Geld.
✅ Pro
- Enterprise-Kunden bekommen OpenAI dort, wo sie schon arbeiten
- Weniger Abhängigkeit von einem einzigen Cloud-Partner
- Wettbewerb zwischen AWS und Azure drückt die Preise
❌ Con
- Microsoft hat Milliarden investiert — und wird jetzt öffentlich degradiert
- OpenAI riskiert den wichtigsten Investor zu verprellen
- Interne Memos, die "leaken", riechen nach kalkulierter PR