Anthropic mietet sich bei Coreweave ein
Coreweave hat einen mehrjährigen Cloud-Deal mit Anthropic an Land gezogen. Der GPU-Vermieter baut damit seine Kundenliste weiter aus — und Anthropic sichert sich Rechenpower abseits der großen Drei.
Wer hier mit wem dealt
Coreweave ist kein klassischer Cloud-Anbieter. Die Firma hat sich auf GPU-Infrastruktur spezialisiert — genau das, was KI-Unternehmen wie Anthropic in Massen brauchen. Der Deal läuft über mehrere Jahre, genaue Summen sind nicht bekannt.
Zahlenbox
- Mehrjährig** — Laufzeit des Cloud-Deals
- $6,6 Mrd.** — Anthropics letzte Bewertung (2024)
- $23 Mrd.** — Coreweaves Bewertung beim Börsengang
- 3** — große Cloud-Kunden neben Anthropic (u.a. Microsoft, Meta)
Warum Anthropic nicht nur auf AWS setzt
Amazon hat Milliarden in Anthropic gesteckt. Trotzdem geht Claude-Macher Anthropic fremd — zu Coreweave. Das ist klug. Wer nur von einem Anbieter abhängt, verhandelt schlecht. Und Coreweave liefert GPU-Cluster, die auf KI-Workloads optimiert sind.
💡 Was das bedeutet
Für Anthropic heißt das: mehr Flexibilität beim Training und Betrieb großer Modelle. Für Coreweave ist es ein weiterer Prestige-Kunde, der das IPO-Narrativ stützt. Der GPU-Markt bleibt ein Verkäufermarkt — wer Chips hat, diktiert die Bedingungen.
✅ Pro
- Anthropic diversifiziert seine Infrastruktur
- Coreweave beweist Relevanz jenseits von Microsoft
- Mehrjährige Deals geben beiden Seiten Planungssicherheit
❌ Con
- Keine Summen bekannt — Transparenz gleich null
- Coreweave trägt hohe Schulden seit dem Börsengang
- Abhängigkeit von Nvidia-GPUs bleibt für alle