Japan pumpt 16 Milliarden in Chip-Startup
Rapidus heißt die Firma. 16 Milliarden Dollar heißt die Wette. Japan will zurück ins Halbleiter-Geschäft — und zwar mit der Brechstange.
Die Zahlen
- $16 Mrd.** — staatliche Förderung für Rapidus
- 2nm** — Ziel-Fertigungsgröße (Gate-All-Around-Transistoren)
- 300mm** — Wafer-Prototyp bereits fertig
- 2025** — erster Prototyp auf der Semicon Japan gezeigt
Was Rapidus will
Das Startup baut gerade die Fabrik IIM-1 hoch. Ziel: 2-Nanometer-Chips fertigen, die direkt mit TSMC und Samsung konkurrieren. Die Technologie heißt Gate-All-Around — der nächste Schritt nach FinFET, den aktuell nur TSMC in Massenproduktion beherrscht.
Japan hat ein Problem: Das Land hat die Chip-Fertigung in den 90ern dominiert und dann komplett verschlafen. Jetzt versucht die Regierung mit brutalem Geldeinsatz aufzuholen.
Japan vs. die Konkurrenz
TSMC (Taiwan)
- Status:** Marktführer, fertigt bereits 2nm
- Kapazität:** Jahrzehnte Vorsprung in Massenproduktion
Samsung (Südkorea)
- Status:** GAA-Fertigung gestartet, kämpft mit Ausbeute
- Kapazität:** Eigene Fabs weltweit
Rapidus (Japan)
- Status:** Prototyp gezeigt, Fab im Aufbau
- Kapazität:** Noch keine Massenproduktion
💡 Was das bedeutet
16 Milliarden klingen nach viel. Aber TSMC investiert jährlich über 30 Milliarden in Kapex — allein. Rapidus startet ein Rennen gegen Firmen, die seit Jahrzehnten liefern. Der KI-Chip-Hunger ist real, die Nachfrage explodiert. Aber ob ein Startup mit Staatsgeld den Rückstand von 20 Jahren aufholen kann, ist die eigentliche Frage.