BKA meldet 12.000 illegale Inhalte — KI fehlt
Das Bundeskriminalamt hat seinen Jahresbericht vorgelegt. Die Zahl der Löschhinweise an Hostinganbieter ist massiv gestiegen — konkreter KI-Bezug? Fehlanzeige.
Die nackten Zahlen
Das BKA verschickt immer mehr Hinweise an Provider, damit die strafrechtliche Inhalte entfernen. Terroristische Inhalte werden seltener per Entfernungsanordnung gemeldet. Dafür explodieren andere Kategorien: Kindesmissbrauch, Volksverhetzung, Gewaltverherrlichung.
💡 Was das bedeutet
Der Bericht zeigt ein wachsendes Problem mit illegalen Inhalten im Netz. Aber er sagt praktisch nichts darüber, welche Rolle KI dabei spielt. Keine Deepfake-Statistik, keine Zahlen zu KI-generiertem Material, kein Wort zu synthetischen Inhalten.
Das fehlt komplett
- Deepfakes:** Keine Erwähnung von KI-generierten Fälschungen
- KI-CSAM:** Keine Daten zu synthetischem Missbrauchsmaterial
- Voice Cloning:** Kein Wort zu KI-gestütztem Betrug
- Automatisierung:** Unklar, ob KI zur Erkennung eingesetzt wird
✅ Pro
- BKA nimmt Löschpflicht ernst
- Zusammenarbeit mit Providern funktioniert
- Transparenz durch Jahresbericht
❌ Con
- Null KI-Bezug in den Daten
- Keine Differenzierung nach Technologie
- 2026 ohne Deepfake-Statistik ist ein Armutszeugnis
Wo bleibt die KI-Strategie?
Jede Polizeibehörde in Europa redet über die Gefahr von Deepfakes und KI-generiertem Missbrauchsmaterial. Das BKA liefert einen Bericht, der diese Kategorie nicht mal erfasst. Das ist, als würde man Verkehrsunfälle zählen, ohne zwischen Autos und E-Scootern zu unterscheiden.