BKA zerschlägt zwei Cybercrime-Netzwerke auf einen Schlag
Internationaler Doppelschlag gegen organisierte Cyberkriminalität: Am 19. März 2026 haben BKA, ZAC NRW und Behörden aus den USA und Kanada die Netzwerke Aisuru und Kimwolf gleichzeitig vom Netz genommen.
Was konkret passiert ist
Monatelange Ermittlungen, Durchsuchungen auf zwei Kontinenten, Sicherstellung von Kryptowährungen. Allein Aisuru soll über 200.000 DDoS-Attacken ermöglicht haben. Die Infrastruktur beider Netzwerke wurde beschlagnahmt.
Zahlenbox
- 200.000+** — DDoS-Angriffe allein durch Aisuru
- 2 Kontinente** — Durchsuchungen in Nordamerika und Europa
- 4 Behörden** — BKA, ZAC NRW, FBI-Partner, kanadische Polizei
- 19. März 2026** — Tag der koordinierten Abschaltung
Warum das kein Kleinkram ist
DDoS-as-a-Service ist das Fast Food der Cyberkriminalität. Jeder Idiot kann für ein paar Euro Websites, Unternehmen oder kritische Infrastruktur lahmlegen. Aisuru und Kimwolf haben genau das im industriellen Maßstab angeboten.
💡 Was das bedeutet
Die Abschaltung ist ein echter Erfolg — aber ein temporärer. Solche Netzwerke wachsen nach wie Unkraut. Die Nachfolger stehen vermutlich schon in den Startlöchern, mit neuer Infrastruktur und besserer Tarnung.
✅ Pro
- Internationale Koordination hat funktioniert
- Krypto-Sicherstellung trifft die Betreiber direkt ins Portemonnaie
- Signal an die Szene: Auch Infrastruktur-Anbieter werden gejagt
❌ Con
- Netzwerke sind austauschbar — neue Dienste entstehen in Wochen
- Endkunden der DDoS-Dienste bleiben oft unbehelligt
- Ermittlungen dauern Monate, Neuaufbau dauert Tage