🚨 KI-CRIME
Datenhändler verkaufen Milliarden Standorte
Ein Recherche-Team von netzpolitik.org bekam Zugriff auf Milliarden Standortdaten — einfach so, von Datenhändlern.
Ein Recherche-Team von netzpolitik.org bekam Zugriff auf Milliarden Standortdaten — einfach so, von Datenhändlern.
Was passiert ist
Ingo Dachwitz berichtet im c't-Datenschutz-Podcast über die "Databroker Files". Sein Team erhielt riesige Datensätze von kommerziellen Händlern. Die Daten stammen aus Apps, die Nutzer täglich auf dem Handy haben.
Zahlenbox
- Milliarden** — Standortdatenpunkte im Datensatz
- 0 €** — Aufwand, an die Daten zu kommen, wenn man sich als Käufer ausgibt
- Tausende** — Apps, die Standorte unbemerkt weitergeben
Wie der Markt funktioniert
- Quelle:** Apps mit Werbe-SDKs sammeln GPS-Daten
- Mittler:** Datenhändler bündeln und verkaufen weiter
- Käufer:** Werbeindustrie, Geheimdienste, jeder mit Geld
- Kontrolle:** Praktisch keine
💡 Was das bedeutet
KI-Modelle brauchen Daten — und der Standort-Schwarzmarkt ist eine Goldgrube. Wer Bewegungsprofile von Millionen Menschen kauft, kann Verhalten vorhersagen, Identitäten enttarnen, Routinen rekonstruieren. Datenschutz auf dem Papier, Selbstbedienungsladen in der Praxis.
🤖 NERDMAN-URTEIL
Wer denkt, seine Standortdaten gehören ihm, hat das Geschäftsmodell des Internets nicht verstanden — sie liegen längst auf dem Markt, und jeder kann mitbieten.
Quelle: Heise KI
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