DDoS aus dem Iran legt Bluesky lahm
Eine Gruppe namens „Islamic Cyber-Resistance in Iraq" hat den Angriff für sich beansprucht. Das dezentrale Twitter-Alternative Bluesky war ab dem 15. April stundenlang kaum erreichbar.
Was passiert ist
Der Angriff startete am späten Abend (Ortszeit Los Angeles) und zog sich bis in den nächsten Tag. Nutzer konnten Posts weder laden noch veröffentlichen. Bluesky bestätigte den DDoS-Angriff, betonte aber: Keine Nutzerdaten wurden kompromittiert.
Zahlenbox
- Start:** 15. April, später Abend (LA-Zeit)
- Dauer:** Über 12 Stunden
- Betroffene:** Alle Bluesky-Nutzer weltweit
- Daten gestohlen:** Nein, laut Bluesky
Wer dahintersteckt
Die „Islamic Cyber-Resistance in Iraq" reklamiert die Attacke. Bluesky selbst nennt keine Hintermänner — was entweder diplomatische Zurückhaltung oder ehrliches Nicht-Wissen ist. Die Spur führt laut IT-Daily in den Iran.
💡 Was das bedeutet
DDoS-Angriffe auf Social-Media-Plattformen sind geopolitische Waffen. Bluesky ist als dezentrale Alternative zu X/Twitter gewachsen — und damit ein Ziel für Akteure, die freie Kommunikationsräume stören wollen. Dass das dezentrale Protokoll den Angriff nicht abfangen konnte, zeigt: Dezentral heißt nicht automatisch resilient.