Hacker plündern Adaptavist — Fake-Mails fluten Postfächer
Die britische Software-Beratung Adaptavist Group hat ein massives Problem. Ein Angreifer hat sich mit gestohlenen Zugangsdaten eingeloggt — und jetzt kursieren täuschend echte Fake-Mails im Namen der Firma.
Was passiert ist
Adaptavist bestätigt einen Sicherheitsvorfall. Jemand kam mit geklauten Credentials rein, ganz ohne spektakulären Hack. Klassisches Türaufschließen mit dem richtigen Schlüssel.
Parallel dazu behauptet eine Ransomware-Gruppe, sie habe deutlich mehr erbeutet, als Adaptavist bisher zugibt. Die Firma spricht von "Untersuchung", die Angreifer sprechen von Mega-Beute.
Die Lage im Überblick
- Angriff:** Login mit gestohlenen Zugangsdaten
- Folge:** Impersonation-Mails im Umlauf, die aussehen wie echte Adaptavist-Kommunikation
- Behauptung der Angreifer:** Massiver Datendiebstahl weit über das Eingestandene hinaus
- Reaktion der Firma:** "Wir untersuchen den Vorfall"
Was das bedeutet
Adaptavist berät Enterprise-Kunden bei Atlassian, Slack und AWS. Wenn deren Systeme kompromittiert sind, könnte das eine ganze Lieferkette betreffen. Die Fake-Mails sind dabei das akuteste Problem — wer eine Mail von einem bekannten Dienstleister bekommt, klickt schneller als er denkt.
Pro (für die Angreifer)
- Gestohlene Credentials reichen offenbar für den Zugang — kein Exploit nötig
- Impersonation-Mails laufen bereits, bevor die Firma reagiert hat
Con (für Adaptavist)
- Ransomware-Crew geht an die Öffentlichkeit, Firma hinkt hinterher
- "Wir untersuchen" ist die schwächste aller möglichen Antworten
- Kunden wissen nicht, welchen Mails sie noch trauen können