Hacker räumen Drift Protocol um 280 Mio. aus
Am 1. April klauten Unbekannte geschätzte 280 bis 285 Millionen Dollar aus dem DeFi-Protokoll Drift. Kein Aprilscherz — Trading-Konten, Lending-Pools, Vaults, alles leergeräumt.
Die Zahlen
- $280–285 Mio.** — geschätzter Gesamtschaden
- Mehrere Stunden** — so lange hatten die Hacker Zeit, das Geld zu verschieben
- 0 Dollar** — so viel hat Circle eingefroren
Wie die Täter vorgingen
Die Angreifer nutzten eine Schwachstelle im Drift Protocol und schleusten die erbeuteten Assets über Circles Cross-Chain Transfer Protocol (CCTP) auf andere Blockchains. Stundenlang. Ungestört.
Circle Internet Financial — der Laden, der bei anderen Fällen aggressiv Wallets einfriert — rührte keinen Finger. Keine Intervention, kein Freeze, nichts.
💡 Was das bedeutet
Wenn ein Stablecoin-Gigant wie Circle technisch in der Lage ist, gestohlene Funds zu blockieren, es aber nicht tut, stellt sich eine unangenehme Frage: Für wen gilt die Notbremse — und für wen nicht? DeFi-Nutzer stehen wieder mal ohne Sicherheitsnetz da.
Die juristische Seite
Die Kanzlei Gibbs Mura hat jetzt eine Sammelklage-Untersuchung eingeleitet. Betroffene Drift-Investoren sollen sich melden. Das klingt nach Anwaltskanzlei-PR — ist es auch. Aber bei 280 Millionen Dollar Schaden wird da definitiv noch mehr kommen.
✅ Pro
- Sammelklage könnte Druck auf Circle aufbauen
- Rechtliche Aufarbeitung schafft Präzedenzfälle
❌ Con
- Gestohlene Krypto-Assets sind selten wiederbeschaffbar
- DeFi-Protokolle operieren in einer juristischen Grauzone
- Circle sitzt in den USA, die Hacker vermutlich nicht