Kalifornien verklagt Amazon wegen Preisdiktatur
Amazon soll Marken systematisch unter Druck gesetzt haben, damit diese bei der Konkurrenz die Preise erhöhen. Der US-Bundesstaat Kalifornien legt jetzt neue Beweise vor.
Der Vorwurf
Kaliforniens Generalstaatsanwaltschaft sagt: Amazon hat Hersteller gezwungen, ihre Produkte bei Walmart, Target und anderen Händlern teurer zu machen. Wer nicht mitspielte, wurde auf der Plattform bestraft. Weniger Sichtbarkeit, keine Buy-Box, weniger Umsatz.
So funktionierte das System
- Marken listen Produkte auf Amazon
- Amazon verlangt: Nirgendwo günstiger anbieten
- Wer bei Konkurrenten billiger verkauft, wird algorithmisch abgestraft
- Ergebnis: Alle Preise steigen — überall
💡 Was das bedeutet
Das ist kein normaler Wettbewerb. Wenn eine Plattform so dominant ist, dass sie den gesamten Markt nach oben drücken kann, zahlen am Ende die Verbraucher. Kalifornien will beweisen, dass Amazon seine Marktmacht als Hebel gegen den freien Markt eingesetzt hat.
Zahlenbox
- 38%** — Amazons Anteil am US-E-Commerce
- 2 Mio.+** — aktive Verkäufer auf der Plattform
- $575 Mrd.** — Amazons Jahresumsatz 2023
Amazons Position
Amazon bestreitet die Vorwürfe. Man habe nur dafür gesorgt, dass Kunden den besten Preis bekommen. Die Algorithmen würden Kunden schützen, nicht schaden.