Metas KI-Firma lässt Pornos und Profile scrapen
Scale AI, zu 49% im Besitz von Mark Zuckerbergs Meta, beschäftigt Zehntausende Billigarbeiter. Ihr Job: Instagram-Profile durchforsten, urheberrechtlich geschütztes Material abgreifen und Porno-Soundtracks transkribieren — alles für KI-Training.
Was konkret passiert ist
Der Guardian hat aufgedeckt, wie sogenannte "Tasker" systematisch das Internet plündern. Sie durchkämmen persönliche Social-Media-Profile, kopieren geschützte Werke und verschriftlichen pornografische Inhalte. Ohne Einwilligung der Betroffenen. Ohne Skrupel.
Scale AI rekrutiert dafür Experten aus Medizin, Physik und Wirtschaft. Offiziell sollen sie "Top-Level-KI verfeinern". In Wahrheit sitzen sie vor Bildschirmen und füttern Modelle mit dem Privatleben fremder Menschen.
Die Fakten
- Eigentümer:** Scale AI gehört zu 49% Meta (Mark Zuckerberg)
- Arbeiter:** Zehntausende Gig-Worker weltweit
- Material:** Instagram-Profile, urheberrechtlich geschützte Werke, Pornografie
- Einwilligung der Betroffenen:** Keine
- Bezahlung:** Typische Gig-Economy-Hungerlöhne
💡 Was das bedeutet
Deine Instagram-Fotos, deine Posts, dein Profil — alles landet möglicherweise im Trainingsset einer KI, die Meta gehört. Nicht als anonymisierte Statistik, sondern durchforstet von echten Menschen. Wer heute ein öffentliches Profil hat, ist Freiwild für die Datenmaschinerie.
Die Doppelmoral
Meta predigt Datenschutz in jeder zweiten Pressemitteilung. Gleichzeitig besitzt der Konzern fast die Hälfte einer Firma, die Gig-Worker losschickt, um persönliche Profile auszuschlachten. Die Tasker selbst beschreiben ihre Lage als verzweifelt — schlecht bezahlt, keine Wahl, fragwürdige Aufträge.
✅ Pro
- KI braucht Trainingsdaten, das ist Fakt
- Scale AI schafft Jobs in der Gig-Economy
❌ Con
- Keinerlei Einwilligung der Betroffenen
- Urheberrechtsverletzungen im großen Stil
- Porno-Transkription als "KI-Training" verkauft
- Meta versteckt sich hinter einer Beteiligung statt Verantwortung zu übernehmen