Palantir-Leute bekommen Zugang zu 1,5 Mio. NHS-Daten
Palantir-Ingenieure haben offenbar NHS-Email-Accounts erhalten — und damit Zugriff auf das interne Verzeichnis mit Kontaktdaten von bis zu 1,5 Millionen Mitarbeitern des britischen Gesundheitssystems.
Was konkret passiert ist
Mitarbeiter des umstrittenen US-Datenkonzerns Palantir wurden mit NHS.net-Email-Adressen ausgestattet. Wer so einen Account hat, kann auf das komplette interne Personalverzeichnis zugreifen. Namen, Kontaktdaten, Positionen — alles offen.
Zahlenbox
- 1,5 Mio.** — NHS-Mitarbeiter im Verzeichnis
- $0** — was die Betroffenen davon wussten
- Palantir** — gegründet mit CIA-Geld, Bewertung >$50 Mrd.
Warum Palantir kein normaler IT-Dienstleister ist
Palantir wurde mit Geld der CIA gegründet. Die Firma baut Überwachungssoftware für Geheimdienste und Militär. Jetzt sitzt sie mitten im NHS — dem größten öffentlichen Gesundheitssystem der Welt.
💡 Was das bedeutet
Das ist kein technisches Versehen. Eine Firma, deren Kerngeschäft Massenüberwachung ist, bekommt Zugang zu den Kontaktdaten von 1,5 Millionen Gesundheitsmitarbeitern. Jeder Phishing-Angriff, jede Social-Engineering-Attacke wird damit trivial. Und die Betroffenen erfahren es aus der Zeitung.
✅ Pro
- Palantir liefert dem NHS tatsächlich funktionierende Datenplattformen
- Digitalisierung des NHS ist überfällig
❌ Con
- CIA-nahe Firma mit Vollzugriff auf Personaldaten
- Keine Transparenz gegenüber den Betroffenen
- NHS-Mitarbeiter haben nie zugestimmt
- Verstoß gegen jedes Prinzip der Datensparsamkeit