🚨 KI-CRIME
Polizei kauft heimlich eure Standortdaten
Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern hat sich kommerzielle Handy-Standortdaten von Databrokern besorgt. Jetzt fordert die Opposition in acht Bundesländern Aufklärung.
Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern hat sich kommerzielle Handy-Standortdaten von Databrokern besorgt. Jetzt fordert die Opposition in acht Bundesländern Aufklärung.
Was konkret passiert ist
Datenhändler sammeln Standortdaten angeblich nur für Werbung. Das LKA in M-V hat sich genau diese Daten gekauft — für Ermittlungen. Recherchen von netzpolitik.org und Bayerischem Rundfunk haben den Deal aufgedeckt.
Die harten Fakten
- 8 Bundesländer:** Opposition verlangt offiziell Aufklärung
- 1 LKA:** bisher bestätigter Käufer (Mecklenburg-Vorpommern)
- 0 Antworten:** mehrere Landespolizeien schweigen komplett
- Werbe-Cookies:** die Quelle der gehandelten Bewegungsprofile
Pro (aus Sicht der Ermittler)
- Keine richterliche Anordnung nötig
- Daten sind kommerziell frei verfügbar
- Bewegungsprofile sind extrem detailliert
Con (aus Sicht aller anderen)
- Umgeht den Richtervorbehalt komplett
- Daten wurden nie für Strafverfolgung erhoben
- Betroffene wissen nichts davon
- Rechtsgrundlage? Unklar bis nicht vorhanden
💡 Was das bedeutet
Wenn die Polizei einfach kauft, was sie sonst nur mit Beschluss kriegt, ist der Datenschutz nur noch Theater. Jeder Tracker in jeder Wetter-App wird zum potenziellen Ermittlungs-Tool. Und ihr habt nie zugestimmt.
🤖 NERDMAN-URTEIL
Wer Standortdaten beim Datenhändler shoppt statt beim Richter beantragt, hat den Rechtsstaat im Aldi-Korb vergessen.
Quelle: Netzpolitik.org
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