Telegram-Händler verkaufen Deepfake-Nacktbilder von Kindern
Auf Telegram floriert ein widerlicher Markt. User sollen dort massenhaft Missbrauchsdarstellungen, KI-generierte Deepfake-Nacktbilder und echte Aufnahmen von Frauen und Kindern verkauft haben.
Was konkret passiert ist
Die Täter nutzten Telegram-Kanäle als Vertriebsplattform. Im Angebot: echte Missbrauchsdarstellungen von Minderjährigen, per KI generierte Nacktbilder realer Personen und Deepfakes. Bezahlt wurde direkt über den Messenger.
💡 Was das bedeutet
KI-Tools machen die Erstellung von Deepfake-Nacktbildern erschreckend einfach. Jedes Foto aus Social Media reicht als Vorlage. Die Opfer erfahren oft nie davon — und wenn doch, haben sie kaum rechtliche Handhabe gegen die Masse an Material.
Die Plattform-Frage
- Telegram** moderiert Inhalte minimal bis gar nicht
- Gruppen und Kanäle** ermöglichen anonymen Massenvertrieb
- Zahlungen** laufen direkt über die Plattform
- Löschung** erfolgt — wenn überhaupt — erst nach externem Druck
Eine Aktivistengruppe fordert jetzt Konsequenzen. Zu Recht.
Zahlenbox
- 0** — Proaktive Löschungen durch Telegram bei CSAM (laut Kritikern)
- 900 Mio.+** — Telegram-Nutzer weltweit
- Sekunden** — Dauer, um mit aktuellen KI-Tools einen Deepfake zu erzeugen
Telegram bleibt das Problem
Seit Jahren dasselbe Muster: Telegram wird als Umschlagplatz für illegale Inhalte missbraucht. CEO Pavel Durov wurde 2024 in Frankreich festgenommen — geändert hat sich strukturell wenig. Die Plattform versteckt sich hinter dem Argument der Meinungsfreiheit, während in ihren Kanälen Kinder zu Opfern werden.