1,8-Milliarden-KI-Firma war heiße Luft
Die New York Times feierte letzte Woche eine KI-Firma als Erfolgsgeschichte. Das Internet flippte aus. Doch Gary Marcus hat sich die Sache genauer angeschaut — und es stinkt.
Was die NYT schrieb
Die Times präsentierte ein Unternehmen namens Medvi als erste KI-Company mit 1,8 Milliarden Dollar Bewertung. Viral ging der Artikel sofort. Die Tech-Bubble feierte: Seht her, KI liefert echte Ergebnisse!
Was die NYT NICHT schrieb
Schon im Mai 2025 hatte Futurism eine detaillierte Analyse veröffentlicht, die massive Zweifel an Medvi aufwarf. Eine YouTube-Dissection zerlegte das Geschäftsmodell Stück für Stück. Die Times? Hat das offenbar nicht gelesen. Oder ignoriert.
Die NYT hätte die Futurism-Recherche lesen und adressieren müssen.— Gary Marcus, KI-Forscher
Die Vorwürfe
- Bewertung:** 1,8 Milliarden Dollar — aber auf welcher Grundlage?
- Fraud-Layer:** Insider beschreiben Medvi als "Betrugs-Schicht" über bestehender Technologie
- Quellenarbeit:** Mehrere unabhängige Recherchen widersprechen der NYT-Darstellung
- Muster:** Wieder mal Hype-Bewertung ohne nachprüfbare Substanz
💡 Was das bedeutet
Die KI-Branche hat ein Bewertungsproblem. Wenn die New York Times unkritisch Milliarden-Zahlen weitergibt, legitimiert das ein System, in dem Startups sich aufblasen und Investoren mitspielen. Das schadet am Ende den Firmen, die tatsächlich liefern.
Pro (NYT-Sicht)
- Große Reichweite, viel Aufmerksamkeit für KI
- Medvi hat offenbar zahlende Kunden
Con (Realität)
- Bestehende Recherchen ignoriert
- Keine kritische Einordnung der Bewertung
- Betrugsvorwürfe nicht adressiert
- Journalistische Sorgfaltspflicht verletzt