Github-Projekt klont Angestellte — China dreht durch
Ein chinesisches Github-Projekt geht viral: Es erstellt KI-Agenten, die wie echte Kollegen arbeiten sollen. Satire? Ja. Aber die Tech-Branche in China nimmt das todernst.
Was das Ding kann
Das Tool analysiert den Arbeitsstil eines Angestellten und baut daraus einen digitalen Klon. Der Agent antwortet auf Nachrichten, erledigt Routineaufgaben und imitiert den Kommunikationsstil des Originals. Quasi ein Mini-Me für den Büroalltag.
Warum China ausrastet
Das Projekt trifft einen Nerv. In Chinas Tech-Industrie herrscht die berüchtigte 996-Kultur: Arbeiten von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends, 6 Tage die Woche. Die Idee, sich selbst zu klonen, ist offiziell Satire — aber heimlich denkt jeder: Wäre geil, wenn das funktioniert.
Tech-Worker diskutieren hitzig. Die einen feiern den Humor. Die anderen fragen sich, ob ihr Chef bald genau so ein Tool einsetzt — nur halt nicht zu ihrem Vorteil.
Die clevere Gegenwehr
Eine KI-Produktmanagerin hat den Spieß umgedreht. Statt sich klonen zu lassen, baut sie einen Agenten, der erkennt, ob man mit einem echten Menschen oder einem KI-Klon kommuniziert. Angriff und Verteidigung in einem Github-Repo.
💡 Was das bedeutet
Das Projekt ist ein Spiegel für die Angst einer ganzen Branche. Wenn selbst Satire-Tools viral gehen, weil Millionen Tech-Worker sich darin wiedererkennen, läuft was grundlegend schief in der Arbeitskultur. Der Witz ist nur lustig, weil er so nah an der Realität ist.